Schritt für Schritt zum neuen Tragwerk - Bestandsbrücke Mauthausen

Eine Brücke über einen Fluss

Der geplante Tragwerkstausch der bestehenden Donaubrücke Mauthausen geht in die nächste Projektphase. Nach intensiver technischer Vorbereitung sind wesentliche Projektmeilensteine erreicht: Das Übereinkommen mit den ÖBB wurde bereits im Juni 2023 unterfertigt, die Einreichung bei den Behörden erfolgte im Oktober 2024, seit Mai 2025 liegen alle erforderlichen Bescheide rechtskräftig vor. Parallel schreiten die ÖBB-Pfeilerverstärkungen voran.

Zugleich befindet sich die Hauptausschreibung für den Tragwerkstausch in der Angebotsprüfung und das Maßnahmen- und Verkehrskonzept für die 3-monatige Sperre 2028 startet in die Umsetzungsphase. Die Donaubrücke Mauthausen ist eine zentrale Verkehrsverbindung für die gesamte Region. Der bevorstehende Tragwerkstausch ist daher nicht nur ein bautechnisch anspruchsvolles Vorhaben, sondern auch eine organisatorische und kommunikative Aufgabe mit hoher Bedeutung für Pendler, Betriebe, Gemeinden, Einsatzorganisationen und die Bevölkerung beiderseits der Donau.


Was bereits umgesetzt wurde

In den vergangenen Monaten wurden die Grundlagen geschaffen, auf denen die nächste Projektphase aufbaut. Die Vorbereitung des Tragwerkstauschs ist damit von der reinen Planungsphase in eine konkrete Ausschreibungs- und Umsetzungsphase übergegangen.

  • Juni 2023: Unterfertigung des Übereinkommens mit den ÖBB als wesentliche Grundlage für die weiteren Schritte.
  • Oktober 2024: Einreichung des Tragwerkstauschs bei den zuständigen Behörden.
  • Mai 2025: Vorliegen aller erforderlichen Bescheide.
  • Sommer 2025: Start erster vorbereitender Arbeiten, insbesondere im Bereich Ökologie.
  • Herbst 2025: Vorstellung des Maßnahmen-und Verkehrskonzeptes in drei Beteiligungsrunden gegenüber den relevanten Stakeholdern der Region; Rückmeldungen wurden aufgenommen und fließen in die weitere Konkretisierung ein.


Pfeilerverstärkungen schreiten voran

Ein sichtbarer und bedeutender Schritt sind die laufenden Pfeilerverstärkungen durch die ÖBB. Die Verstärkung der Strompfeiler wird im Zeitraum 2025 bis 2028 umgesetzt und bildet einen wichtigen technischen Baustein und ist die Voraussetzung für den Tragwerkstausch. Die Arbeiten zeigen die Komplexität des Gesamtprojekts: Der Tragwerkstausch muss unter anspruchsvollen baulichen, verkehrlichen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen vorbereitet werden. Jeder Schritt wird präzise abgestimmt.


Vorbereitungsarbeiten und Umsetzung schreiten zügig voran

Neben den laufenden Pfeilerverstärkungen werden weitere Bausteine vorbereitet, die für die spätere Durchführung des Tragwerkstauschs erforderlich sind. Dazu zählen insbesondere:

  • 2026: Ertüchtigung der Vorlandpfeiler und Widerlager durch die ÖBB.
  • 2026 bis 2028: Vorfertigung der neuen Strombrücke im Ennshafen; Dafür ist ein Zeitraum von rund zwei Jahren vorgesehen.
  • 2027 bis 2028: Bau der Vorlandbrücke in Seitenlage sowie Bau der Gewässerschutzanlagen und Dammverbreiterung ohne Verkehrseinschränkung auf der bestehenden Brücke.
  • Sommer 2028: Geplanter Tragwerkstausch mit Sperre der Brücke für rund drei Monate; Vorgesehen ist derzeit der Zeitraum von 20. Mai 2028 bis 19. August 2028. In dieser Phase erfolgen das Ausschwimmen und der Abtrag des bestehenden Tragwerks sowie das Einschwimmen und die Fertigstellung des neuen Tragwerks.

Hauptausschreibung: Angebotsprüfung läuft

Parallel dazu befindet sich die Hauptausschreibung für den Tragwerkstausch derzeit in der Angebotsprüfung. Damit wird ein weiterer zentraler Meilenstein vorbereitet. Die Prüfung der Angebote erfolgt sorgfältig und nach den vergaberechtlichen Vorgaben. Erst nach Abschluss dieses Verfahrens können die nächsten Schritte im Detail festgelegt und kommuniziert werden. Im Mittelpunkt stehen weiterhin eine geordnete Bauabwicklung, größtmögliche Planungssicherheit und eine transparente Information der Öffentlichkeit. 

Maßnahmen- und Verkehrskonzept mit regionaler Beteiligung entwickelt

Da die Donaubrücke Mauthausen täglich eine Schlüsselrolle im regionalen Verkehr spielt, wurde das begleitende Maßnahmen- und Verkehrskonzept frühzeitig mit den betroffenen Anspruchsgruppen entwickelt und diskutiert. In drei Beteiligungsrunden wurden die geplanten Maßnahmen, die im Einflussbereich der Länder OÖ und NÖ liegen, vorgestellt, Rückmeldungen eingeholt und regionale Anforderungen aufgenommen. Dabei ging es vor allem um die Frage, wie der Verkehr während der späteren Sperrphase möglichst geordnet geführt, Belastungen reduziert und Informationen rechtzeitig bereitgestellt werden können. Die Beteiligung der Stakeholder ist ein wesentlicher Bestandteil des Projekts. Sie soll sicherstellen, dass die Maßnahmen nicht am Reißbrett entstehen, sondern die konkrete Situation der Region berücksichtigen.

Laufende Informationen über donaubruecke.at

Alle wesentlichen Informationen zum Projekt, zu den geplanten Maßnahmen und zu den nächsten Schritten werden laufend auf donaubruecke.at veröffentlicht. Die Website dient als zentrale Informationsplattform für Bevölkerung, Pendler, Betriebe, Gemeinden und Medien. Dort werden aktuelle Projektstände, Hintergrundinformationen, häufig gestellte Fragen sowie Hinweise zu Verkehrsmaßnahmen gebündelt dargestellt. Damit soll sichergestellt werden, dass alle Betroffenen verlässliche Informationen aus erster Hand erhalten.

Unabhängige Ombudsstelle für Fragen und Anliegen eingerichtet

Ergänzend zur Website steht weiterhin die Ombudsstelle als direkte Anlaufstelle zur Verfügung. Sie nimmt Fragen, Hinweise und Anliegen aus der Bevölkerung auf und sorgt dafür, dass diese in die zuständigen Projektstrukturen weitergeleitet werden. Gerade bei einem Vorhaben dieser Größenordnung ist der direkte Dialog mit der Region entscheidend. Die Ombudsstelle soll helfen, Unsicherheiten frühzeitig aufzugreifen, Informationen verständlich zu vermitteln und Anliegen nachvollziehbar zu behandeln.

Der Tragwerkstausch der Donaubrücke Mauthausen ist ein anspruchsvolles Infrastrukturprojekt. Entscheidend ist, dass die einzelnen Schritte sorgfältig vorbereitet, nachvollziehbar kommuniziert und mit Blick auf die Region umgesetzt werden.

Neue Donaubrücke wird Schritt für Schritt vorbereitet

Auch die Errichtung der neuen Donaubrücke wird weiter intensiv vorbereitet. Dazu zählen insbesondere Grundstücksablösen, Leitungsverlegungen sowie weitere bauvorbereitende Maßnahmen. Diese Schritte laufen bereits beziehungsweise werden geordnet vorbereitet. Mit den eigentlichen Hauptbauarbeiten für die neue Donaubrücke kann jedoch erst nach Abschluss des Tragwerkstauschs der Bestandsbrücke begonnen werden. Dieser Ablauf ist notwendig, damit das Gesamtprojekt rechtlich sauber, technisch abgestimmt und mit Blick auf die Verkehrssituation in der Region geordnet umgesetzt werden kann.

Donaubruecke.at wird daher auch weiterhin transparent über den aktuellen Stand, die nächsten Meilensteine und die konkreten Maßnahmen informieren.

www.donaubruecke.at

07.07.2026